Makabres Buch Schlimmes Ende

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Der 11-jährige Eddie lebt in einer makabren Welt, in der die seltsamsten Dinge für normal gehalten werde, wie z.B. durch Prüfungen durchgefallene Zimmermädchen, die nie den Schrank unter der Treppe verlassen. Als seine Eltern eines Tages gelb und wellig werden, schicken sie ihn zum Schutz vor Erkrankung zu seinem bis dahin unbekannten Wahnsinnigen Onkel Jack an sein Haus Schlimmes Ende. Zum Unglück für Eddie stellt sich recht bald heraus, dass selbst für seine Welt der Wahnsinnige Onkel Jack genauso wenig wie seine uncharmante Gattin die Wahnsinnige Tante Maud nicht gerade die besten Vormunde sind. So muss Eddie einiges erleiden, sei es im Koffer zu schlafen oder in Unterwäsche herumzulaufen, alles aus „gutem“ Grund natürlich. Auch als er durch ein Missverständnis ins Sankt-Fürchterlich-Heim für dankbare Weisen kommt, verbessert sich seine Lage nicht gerade, dabei hatte ihn seine Mutter genau vor dieser Situation gewarnt.

Ebenso wie die Welt im Buch Schlimmes Ende, die uns Autor Philip Ardagh spinnt, makaber ist, genauso amüsant ist auch sein Schreibstil, wobei er immer mal wieder gerne den Leser zwischendurch direkt anspricht Außerdem schafft er es jede Merkwürdigkeit wie selbstverständlich darzustellen und ist immer mit einer Erklärung bereit, die mehr oder weniger Sinn ergibt, aber für diese Welt wie maßgeschneidert passt. So schafft er eine einzigartige Geschichte, die als Art Parodie der typischen Dickens’schen Zeitperiode gehandhabt werden kann und auch für Erwachsene zu lesen ist.

Das Buch wurde im Omnibus Verlag publiziert.

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